نازنین پیری

پیانیست و آهنگساز

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© Eylül Yeraz

  Nazanin Piri

     pianist  composer 

 
   Next concert:

Divan Duo: 

16.05.21, 5pm

Lausanne

Chateau Montcherand

4 hands piano:

Layla Ramezan and Nazanin Piri

Sonus International Music Festival:

20.-24.10 October

2 pianos with Fernando Viani and Nazanin Piri

Preview of Premieres of my works: 

New music days 25-27.6.21 

Hochschule für Musik Luzern: 

"Capriccio"für Fl/Vc

Othmar Schoeck Festival Brunnen:

10.-12.9.2021

Belenus Quartett plays

String Quartet no 1

"Clamor Belli"

                                   Bio

Nazanin Piri wurde in Teheran geboren und wuchs in Flensburg auf. Sie ist sowohl Pianistin als auch Komponistin.

Als junge Pianistin spielte sie bereits mehrere Klavierkonzerte mit dem Collegium Musicum Flensburg. Ihr Klavierstudium absolvierte sie bei Prof. Manfred Fock an der Musikhochschule Lübeck und am International College Hamburg. Kurz nach ihrem Abschluss gab sie ein Rezital im Chile Haus in Hamburg, woraufhin ihre zweite CD von Veraphone veröffentlicht wurde.

Das Master-Studium der Musikwissenschaften führte sie an die Freie Universität Berlin. Aktuell studiert sie Komposition an der Hochschule für Musik in Luzern bei Prof. Dieter Ammann.  Zu ihren wichtigsten Lehrern gehören renommierte Pianisten wie Maxim Philipov, Konstanze Eickhorst, Heidrun Holtmann, Jacques Ammon, Anthony Spiri, Improvisation/Jazz-Unterricht bei Herbert Wiedemann und Julia Hülsmann, Komposition bei Daniel Glaus. Zuletzt studierte sie kurzweilig Klavier mit Marisa Somma in Bari.

Die Begegnung mit dem Komponisten Friedhelm Döhl legte den ersten Grundstein für ihre Begeisterung, Komponistin zu werden. Mit ihm erarbeitete sie seine Klavierwerke, u.a. die

 „3 Balladen nach Celan“ und „Wenn die Stimme“. Seitdem führt sie seine Werke regelmäßig auf, zuletzt für den Förderkreis für Neue Musik in „Unter der Pyramide“ in Heilbronn und als Bechstein Musikerin in Hamburg und Berlin. 

Insbesondere als Kammermusikerin gibt sie international zahlreiche vierhändige Klavierabende mit Layla Ramezan, mit der sie sich als Divan Duo auf zeitgenössische Musik aus Europa und dem Nahen Osten spezialisiert hat. Für das Duo schreibt Nazanin Piri vor allem Werke, die sich subtil mit ihren iranischen Wurzeln auseinandersetzen. Das Divan Duo wird von Toret Artist Management in Turin vertreten. Gemeinsam steht das Divan Duo im Einklang mit insgesamt vier Kulturen aus Ost und West und lebt somit Interkulturalität in der Musik aus. Kürzlich traten sie für die Komponistengruppe L’art pour L’aar in Bern auf, wo sie ihr vierhändiges Stück „Asir“ und weitere eigens für sie komponierte Werke von J.-L. Darbellay, M. Hofer und H.E. Frischknecht uraufgeführt haben. 

Außerdem schrieb sie Werke für das Schweizer Sargo-Ensemble und spielte als Pianistin mit ihnen in zahlreichen Uraufführungen in Lausanne und Yverdon-Les-Bains. 

Als künstlerische Leiterin erhielt sie u.a. kompositorische Aufträge von der Berliner Choreografin Modjgan Hashemian für eine Tanzperformance während der Emil-Nolde-Ausstellungen in Berlin.

Anknüpfungspunkte findet sie auch in der Welt des Jazz: als vielseitige Komponistin und Musikerin arbeitet sie mit dem Elias-Nardi-Ensemble zusammen, das regelmäßig auf Jazzfestivals wie „Naked Jazz“ (Mailand), „Jazz Nouveau“ (Bukarest) sowie für das Ambria Jazz Festival in Italien mit ihren Stücken auftrat. 2015 brachte sie mit ihm ihr zweites Album „Flowers of Fragility” für Analogy Records und Visage Music heraus. In Holland, Rumänien und Italien teilte sie die Bühne mit prominenten Musikern wie Max de Aloe, Daniele di Bonaventura, F. Baggiani, Emanuele Le Pera, Max Pizio and Claudio Farinone. In 2017 tourte sie mit dem legendären italienischen Jazz-Bassisten Ares Tavolazzi durch Deutschland. 

Pädagogisch ist Nazanin Piri zudem in der musikalischen Kinder-und Erwachsenenbildung tätig. Sie leitet eine Klavier- und Theorieklasse am Konservatorium Bern und ist gelegentlich Dozentin bei der Kammermusikwoche in Sornetan (CH). 

Zum 250. Jubiläum von Beethoven hat sie mit dem Pianisten Fernando Viani ihre „4 Bruchstücke zu Beethoven“ im Großen Saal des Konservatoriums Bern mit 2 Klavieren uraufgeführt, das eine bemerkenswerte Rezension im O-Ton Magazin erhielt. 

Nazanin Piri was born in Tehran and grew up in Flensburg, Germany. She is both a pianist and a composer. 

In English

Nazanin Piri was born in Tehran and grew up in Flensburg, Germany. She is both a pianist and a composer. 

As a young student she performed already several piano concertos with Collegium Musicum Flensburg. She completed her piano studies with Prof. Manfred Fock at the Musikhochschule Lübeck and at the International College Hamburg. Shortly after graduating, she gave a recital in Chile Haus in Hamburg where her second CD was produced.Her master's degree in musicology brought her to the Free University of Berlin. Now she is studying master of composition at the Lucerne University of Music with Prof. Dieter Ammann. Her most important teachers include renowned pianists such as Maxim Philipov, Konstanze Eickhorst, Heidrun Holtmann, Jacques Ammon, Anthony Spiri, improvisation / jazz lessons with Herbert Wiedemann and Julia Hülsmann, composition with Daniel Glaus. Most recently she studied the piano briefly with Prof. Marisa Somma in Bari.

The encounter with the composer Friedhelm Döhl laid the foundation for her enthusiasm to become a composer. With him she worked on his piano works, including the “3 Ballads after Celan” and “Wenn die Stimme”. Since then she has performed his works regularly, most recently for the „Förderverein für Neue Musik“ in “Unter der Pyramid” in Heilbronn and as a Bechstein performer in Hamburg and Berlin.

As a chamber musician in particular, she gives internationally numerous four-hand piano recitals with Layla Ramezan, with whom she has specialized as Divan Duo in contemporary music from Europe and the Middle East. Nazanin writes numerous works for the Duo that subtly deal with her Iranian roots. The Divan Duo is represented by Toret Artist Management in Turin. Together, the Divan Duo is in harmony with a total of four cultures from East and West and thus lives out interculturality in music. Recently they premiered for the composer group L’art pour L’aar (J.-L. Darbellay, M. Hofer and H.E. Frischknecht) and also performed Nazanin's four-hand piece “Asir”.

She also wrote works for the Swiss Sargo Ensemble and played with them as a pianist in numerous world premieres in Lausanne and Yverdon-Les-Bains.

She received compositional commissions from the Berlin choreographer Modjgan Hashemian for the opening of the Emil Nolde exhibition in Berlin and was artistic director for this dance-music project. 

She also finds points of contact in the world of jazz: as a versatile composer and musician, she works with the Elias Nardi Ensemble, which regularly participates in jazz festivals such as “Naked Jazz” (Milan), “Jazz Nouveau” (Bucharest) and for Ambria Jazz Festival in Italy with her pieces. In 2015 she released her second album “Flowers of Fragility” for Analogy Records and Visage Music, toured with it in Italy and Holland. She was a guest at (live) recordings of RSI and NDR.

She shared the stage with prominent musicians such as Max de Aloe, Daniele di Bonaventura, F. Baggiani, Emanuele Le Pera, Max Pizio and Claudio Farinone. In 2017 she toured in Germany with the legendary Italian jazz bassist Ares Tavolazzi. 

Currently she leads a piano and theory class at the Bern Conservatory and is occasionally a lecturer at the Chamber Music Week in Sornetan (CH).

For the 250th anniversary of Beethoven, she premiered with argentinian pianist Fernando Viani her “4 Fragments on Beethoven” in „Großer Saal“ of the Bern Conservatory with 2 pianos which had a remarkable recension at the O-Ton Magazine. 

 
 
 

List of compositions

1. Perpetuum mobile - Work for piano solo 2015

2. The_cypress_broke (after Mahmoud Darwish)

3. Marali - piano solo

3. Asir -work for 4 Hands (Uraufführung) 27.2.20 Le Cap Bern with Layla Ramezan

4. Das Lied vom Hades - work for Piano and Bariton Saxophon (Uraufführung)

7.6.19 Großer Saal, Konservatorium Bern with Max Pizio

5. Prelude for Sohrab- Work for piano solo 2019

6. Gelish - piece for Piano, Oud and Bass  (Uraufführung)7.6.19 Großer Saal, Konservatorium Bern with Elias Nardi and Christian Schmid (B)

7.Nachtlied- Duo for piano and baritonsaxophon 2019

8. Fuggi e canta - for piano solo 2020

9. Wir sagen uns Dunkles (nach Paul Celan) - Trio for Mezzosoprano, Viola and Piano 2019

10. Sils Maria for Allegra - piano solo 2020

11. Bruchstücke zu Beethoven - 2 pianos 2020

12. Tomber - für Cello solo 2021

13. Capriccio für Flöte und Cello 2021

 

 

Regards Croisés:

Divan Duo

 

"Ramezan und Piri gelingt es mit einer hochkonzentrierten und wie neu erklingenden Spielweise, das Publikum zu fesseln. "Die könnten Hänschenklein spielen, und das klänge noch faszinierend", sagt einer der Besucher. Hier sitzen keine Pianistinnen am Flügel, die routiniert das Programm abspulen, sondern Forschende, die mit wachen Augen, flinken Fingern und leichtfüßig durch das Programm wandern, angstfrei, aber immer mit größtem Respekt das Publikum nach jedem WErk zu größtmöglichem Applaus herausfordern." Michael Zerban vom O-Ton Magazin

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Divan Duo

Das interkulturelle Divan Duo mit Layla Ramezan und Nazanin Piri, beide aus dem Iran stammend, verbindet eine Leidenschaft für bekannte und unbekannte vierhändige Klaviermusik aus Gegenwart und Vergangenheit. Layla und Nazanin haben in Frankreich und Deutschland gelebt und studiert und sich aus verschiedenen Gründen in der Schweiz niedergelassen, wo sich ihre Wege dann kreuzten. Gemeinsam stehen sie im Einklang mit insgesamt vier Kulturen aus Ost und West und leben Interkulturalität in der Musik aus.

Regards Croisés heißt das neue Projekt, das mit Werken aus aller Welt ein einzigartiges Klangerlebnis schafft: Zeitgenössische Werke aus dem Iran und der Türkei klingen zusammen mit Musik aus Europa unter einem Konzertdach. Werke von Schumann und Strawinsky vervollständigen das Programm, das sich im Spannungsfeld zwischen Ost und West befindet. Strawinsky lebte auf drei Kontinenten in drei verschiedenen Kulturen, die seine Musik maßgeblich beeinflusst haben. Schumann beschäftigte sich zeitlebens mit arabischer und persischer Poesie. Besonders beeindruckt war er von Goethes „West-Ost-Diwan“ sowie von Ali al-Hariris „Makamen“, die ihn letztendlich zu den „Bildern aus dem Osten“ inspirierten. Zum stetig wachsenden Repertoire des Klavierduos gehören auch vierhändige Stücke von Fazil Say („Night“) und Nazanin Piri („Asir“), die eine gesellschaftskritische Sicht auf die politischen Verhältnisse in der Türkei sowie die Ungleichheit zwischen Mann und Frau im Iran werfen.

Die Berner Komponisten Jean-Luc Darbellay, Hans Eugen Frischknecht und Mark Hofer haben eigens für das Klavierduo drei vierhändige Werke komponiert, von denen einige farbenfrohe Klanglandschaften mit Inside-
Outside-Piano-Effekten und perkussiven Passagen entwickeln.

Programm

OPTION 1

 

1. „Bilder aus Osten“ op.66 „Lebhaft“ Robert Schumann (3 min)

2. „FantZweiSi“ Hans Eugen Frischknecht (10min)

3. „Asir“ Nazanin Piri ( 8min)

4.  „Irritationen“ Mark Hofer (7 min)

5. „Concertino“ Igor Stravinsky (Arrangement des Streichquartetts) (6 min)

6. „Inside-Outside“ Jean-Luc Darbellay (8 min)

7. „Night“ Fazil Say  (9 min)

 

OPTION 2

1. György Kurtag (from Jatekok):

„Cloches - Hommage à Stravinsky“

„Hommage à Soproni - In memoriam matris carissimae“

„Hommage à Halmagyi“ (7 min)

2.“Asir"  Nazanin Piri (1985) (8 min)

3. „Firouzeh“ Aftab Darvishi (7 min)

4. „Tastendes Leuchten“ Daniel Glaus (1957) (11 min)  

 5. Houtaf Khoury „Dark Life " (20 min )

6. Fazil Say „Night“ (10 min)

 

OPTION 3

1. „Bilder aus Osten“ op.66 „Lebhaft“ Robert Schumann (3 min) 

2. „Inside-Outside“ Jean-Luc Darbellay (8 min) 

3. „Asir“ Nazanin Piri (8 min) 

4. Fantasie f-Moll D940 Franz Schubert (20 min) 

5. „Concertino“ Igor Stravinsky (Arrangement des Streichquartetts) (6 min) 

6. „Night“ Fazil Say (9 min)

 
 

Past concerts

Presse

Michael Zerban vom O-Ton Magazin:

"Vorerst allerdings gilt es, sich mit Nazanin Piris Komposition auseinanderzusetzen. Piri beschäftigt sich in ihrer Komposition mit einem Gedicht der persischen Dichterin Forugh Farokhzad, das zu Beginn der 1950-er Jahre veröffentlich wurde. Das autobiographische Werk "Asir" - die Gefangene - erzählz von einer geschiedenen Ehefrau und abgestoßenenen Mutter, die in die Welt der Poesie flieht. Auch hier wird von beiden Stimmen kräftig in die Saiten gegriffen, aber es bleibt alles im Fluss. Dissonante Einschübe wirken dem Kitsch entgegen. Eingangs sind iranische Einflüsse hörbar, später wird es vor allem kräftig und durchschlagend. Die Spannung wird aufrechterhalten, bis wir gefühlt wieder nach einer Traumvorstellung Persiens oder jedenfalls einen schönen Ort zurückkehren.
Ramezan und Piri gelingt es mit einer hochkonzentrierten und wie neu erklingenden Spielweise, das Publikum zu fesseln. "Die könnten Hänschenklein spielen, und das klänge noch faszinierend", sagt einer der Besucher. Hier sitzen keine Pianistinnen am Flügel, die routiniert das Programm abspulen, sondern Forschende, die mit wachen Augen, flinken Fingern und leichtfüßig durch das Programm wandern, angstfrei, aber immer mit größtem Respekt das Publikum nach jedem WErk zu größtmöglichem Applaus herausfordern." 
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Heilbronner Stimme vom 07.11.2017:

 

"Eine Musik wie aus Tausendundeiner Nacht, die nach Frieden unter den Völkern ruft und, was bei der Stunde der Kirchenmusik selten vorkommt, spontanen Zwischenapplaus hervorruft.

Solistisch begeistert Piri mit ihrer Uraufführung, "Armenian Waltz", einer zauberhaften Musik zum Tagträumen, deren zarte Gespinste Le Pera mit den Besen sanft verscheucht."

(Monika Köhler)
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Heilbronner Stimme vom 5.10.17:

Konzert in der Kreissparkasse mit den Drei Balladen von Friedhelm Döhl

"Doch zuvor gilt es unter der Pyramide der Kreissparkasse einen Zwischenhalt einzulegen. Das Theater FF, Thomas Fritsche und Helga Fleig, rezitieren Paul Celan: Begleitet von der iranischen Pianistin Nazanin Piri, die drei Balladen von Friedhelm Döhl interpretiert. Neue Musik in Großbuchstaben ist das und ein unvermuteter Moment der Einkehr und mentalen Stärkung. Mit Nazanin Piri über die Kunst der auskomponierten Pause nachzudenken, das hat was. Ausatmen, einatmen. Und weiter geht es durch die Lange Nacht der Kultur."

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"Berlín, jueves 15 de julio de 2010. Foyer de la sala de exposiciones de la Fundación Ada y Emil Nolde (Dependencia de Berlín). Fragmento de "Moving Women - Coloured Creatures", ballet en dos actos de Modjgan Hashemian (estreno mundial) sobre música de Eduard Erdmann (1896-1958) y Paul Hindemith (1895-1963). Interpretado por Párwaneh Frei y Modjgan Hashemian. Piano: Nazanin Piri-Niri. Directora musical, Nazanin Piri-Niri." Mehr:

https://www.mundoclasico.com/ed3/documentos/14777/expresionista-aleman-Emil-Nolde-mujeres

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"...Nazanin Piri, die als einjähriges Kind 1986 von Teheran/ Iran nach Deutschland kam (..), interpretierte mit ausgereifter Prägnanz die „Kurzzehen-Lerche“, ein Stück des modernen Klassikers Olivier Messiaen (1908-1992) aus dessen „Katalog der Vögel..."                                                                                                          

https://www.stadtwerke-flensburg.de/fileadmin/user_upload/pdf/fez/fez_200512.pdf
„Flowers of Fragility” ist ein Gedenkalbum an die verschwendeten Seelen der Soldaten, die aus aller Herren Länder kamen und ihr Leben, ihre Kindheit und ihre Zukunft im Ersten Weltkrieg verloren. 100 Jahre später möchte die Gruppe mit ihrer Musik diesen beispiellosen Krieg in Erinnerung rufen. Ein nachdenkliches, träumerisches und dennoch schönes Album, das einfach berührt."

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https://www.galileomusic.de/(X(1)S(mexu53u4nxtul4hxyiffb04i))/artikel.aspx?voeid=15297&AspxAutoDetectCookieSupport=1
Wallstreet Journal http://wsimag.com/it/spettacoli/18537-flowers-of-fragility

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Oktober 2014


http://www.bz-berlin.de/berliner-helden/musikerin-spielt-konzert-fuer-fluechtlingskinder

Fremde müssen nicht fremd bleiben“, sagt Musikerin Nazanin Piri-Niri (29). Sie floh aus dem Iran und spielt jetzt für Flüchtlingskinder in Charlottenburg.

Als sie noch ein kleines Kind war, erzählte der Vater von Nazanin Piri-Niri seiner Tochter immer wieder eine besondere Geschichte: „Er hat so getan, als würde das Haus, in dem wir wohnten, uns gehören“, erinnert sie sich, „und wir würden dort andere Menschen, die Hilfe brauchten, leben lassen.“

Tatsächlich lebte die Familie damals auf engstem Raum mit anderen Asylsuchenden in Stuttgart in einem Flüchtlingsheim. Die Eltern waren Mitte der 80er-Jahre mit ihren beiden Kindern vor den Mullahs aus dem Iran geflohen, bekamen in Deutschland später Asyl. „Aber für mich war das damals eine sehr schöne Geschichte“, erinnert sich die heute 29-jährige Musikerin.

Sichtbar wurde das am Wochenende im Flüchtlingswohnheim in der Charlottenburger Soorstraße. Dort gab die Pianistin und Flötistin mit ihrer Band, dem Elias-Nardi-Trio, ein Gratis-Konzert für Kinder und Jugendliche. „Ich wollte ein wenig von dem zurückgeben, was ich selbst bekommen habe“, sagt die Wahl-Berlinerin, die in Flensburg aufgewachsen ist, „den Kindern ein bisschen Abwechslung bieten und sie für die Instrumente begeistern.“

Musik hat auch ihr Leben bestimmt: „Als wir nach vier Jahren aus dem Heim in eine eigene Wohnung nach Flensburg gezogen sind, hat mein Vater ein Klavier gekauft“, sagt sie, „auf Kredit. Ihm war das ganz wichtig. Im Iran war Musik ja eher verpönt.“ Es war eine gelungene Investition: Schnell zeigte sich Nazanins Talent an den Tasten: „Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich für das Klavier bestimmt bin“, sagt sie. Das Mädchen bekam Klavierstunden, sang im Bach-Chor, wo sie von ihrem Dirigenten gefördert wurde. Später studierte sie Musik, spielt heute Klavier und Flöte.

Jetzt will sie anderen Kindern, die wie sie nach langer Flucht Deutschland erreicht haben, als Vorbild dienen. „Ich bin das beste Beispiel, dass Fremde nicht fremd bleiben müssen“, sagt sie vor ihrem Auftritt. „Ich will den Kindern zeigen, dass das Leben hier in Deutschland eine Chance bedeutet, die sie nutzen können.“

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"Die zarten „Blumen der Zerbrechlichkeit“ fand der italienische Oud-Spieler Elias Nardi auf den flämischen Soldatenfriedhöfen des 1. Weltkriegs. Der Gedanke an diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts und die 17 Millionen Menschen, die darin ihr Leben verloren, inspirierte Nardi zu einem Album über die Zerbrechlichkeit allen Lebens und die zentrale Bedeutung, die die Musik weltweit für das friedliche Zusammenleben den Kulturen hat. Entstanden ist ein Programm mit traumhaft schönen ethnischen Klängen und virtuosen Jazzimprovisationen. So vermischen sich etwa die arabischen Klänge der Oud mit traditioneller Musik aus italienischen Regionen und weben einen unwiderstehlichen Klangteppich, auf dem man sich auf eine abenteuerliche musikalische Weltreise begibt."

https://www.laboratorium-stuttgart.de/shop_index.php?action=progr_detail&param=detail&id=955

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Aus dem Jazzthetik:

"Das Thema dieser CD ist nicht gerade sehr aktuell, auch nicht unbedingt zeitgemäß und hat dennoch einen gewissen Bezug zur Gegenwart: Vor hundert Jahren tobte zwischen Deutschland und Frankreich der erste Weltkrieg. Inspiriert durch den befreundeten belgischen Maler Pol Bonduelle, der Elias Nardi durch die ehemaligen Schlachtfelder in West-Flandern führte, hat sich der Italiener berufen gefühlt, dieser leidvollen Zeit ein musikalisches Denkmal zu setzen. Die so entstandenen „Flowers of Fragility“ sind eine stille und würdevolle Huldigung an all diejenigen, die damals ihrer Kindheit beraubt wurden und anschließend auch noch ihr Leben verloren."

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"Nardi geht die neun Stücke daher sehr behutsam und geschmeidig an. Er selbst spielt die arabische Oud und wird begleitet von Querflöte, Bandoneon und Bass sowie einer „Viola d’amore“, einem Zwischending zwischen Geige und Drehleier. Vor allem das Bandoneon bringt eine sehr melancholische und schwermütige Stimmung mit ins Spiel, was aber durch die ernsthafte und kraftvoll gespielte Oud immer wieder aufgefangen oder zumindest doch etwas gemildert wird. Das Flötenspiel der Perserin Nazanin Piri-Niri sorgt für die etwas aufgelockerteren Stimmungslagen."        

http://www.sound-and-image.de/review_3217.htm

 

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